Naftemporiki - Griechenland | Freitag, 28. September 2012
Griechenland braucht Stimmungswandel in Europa
Die griechische Koalitionsregierung hat sich am Donnerstag nach mehrstündigen Verhandlungen grundsätzlich auf ein neues Sparpaket von rund 12 Milliarden Euro geeinigt. Athen hofft, damit eine weitere Tranche von Hilfen in Höhe von 31 Milliarden Euro zu bekommen, um eine Pleite abzuwenden. Die konservative Tageszeitung Naftemporiki ist aber skeptisch, ob Griechenland in absehbarer Zeit wieder auf einen grünen Zweig kommt: "Selbst wenn wir alle Ziele erreichen und fiskalische Tugend zeigen - kann irgendjemand behaupten, dass wir es schaffen werden, dass die Märkte uns im Jahre 2015 wieder [wie geplant] zu günstigen Preisen Geld leihen? Auch wenn das europäische Umfeld nicht alle seine Probleme gelöst hat oder zumindest von den Märkten nicht als sicher bewertet wird? Allein dieser Gedanke zeigt, dass auch dieses neue Sparpaket - so hart und schmerzhaft es ist - sich als leer und unwirksam erweisen könnte, wenn es nicht mit einem völligen Stimmungswandel in der Euro-Zone einhergeht."
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