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Die Presse - Österreich | Samstag, 29. September 2012

Steinbrücks Realismus für Europa genau richtig

Der SPD-Vorstand wird am heutigen Montag den früheren Bundesfinanzminister Peer Steinbrück offiziell als Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 nominieren. Darüber freut sich die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse, denn Steinbrück kennt sie nicht als einen Vertreter der harten Linken: "Im Gegensatz zum charmant-realitätsfremden François Hollande, dessen Soufflé-Politik Wirtschaft und Budget weiter belastet, obwohl gerade in Frankreich das Gegenteil notwendig wäre, glaubt ein Peer Steinbrück sehr wohl, dass die Schuldenlast das vielleicht drängendste und gefährlichste Problem für Länder im Allgemeinen und für die Eurostaaten im Besonderen darstellt. Der ehemalige Finanzminister steht klar in der Tradition der pragmatischen Linken wie Tony Blair oder Gerhard Schröder, der ihn auch öffentlich unterstützt. Der linke Parteiflügel, der in der Krise sonst in vielen Ländern die programmatische Führung übernommen hat, ist vorerst abgemeldet. Und: Mit Steinbrück wird wohl auch nicht jene massive Kampagne gegen Merkels (relativ) strenge Euro-Disziplin bei den Themen Griechenland, Eurobonds und Hilfspaketetürme gefahren. ... Damit stärkt Steinbrück die deutsche Position und somit wohl auch den Euro."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 1. Oktober 2012

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