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Pravda - Slowakei | Freitag, 5. Oktober 2012

Slowakische Rechte wird sich radikalisieren

Der langjährige Führer der rechtspopulistischen Slowakischen Nationalpartei (SNS), Ján Slota, will am Samstag alle seine Ämter niederlegen und sich aus der Politik zurückziehen. Das mag viele erfreuen, könnte aber zu einer Radikalisierung der Rechten wie in Ungarn führen, befürchtet die Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: "Slota und seine SNS werden in der slowakischen Politik fehlen. Sie waren stark genug, um den extremistischen Raum zu besetzen. Aber gleichzeitig zu schwach, um eine Grenze zu überschreiten, die unerträglich oder gefährlich geworden wäre. Die Partei war primitiv, ungehobelt, vulgär aber letztlich konnte sie keinen Schaden anrichten. Ohne Slota wird die SNS verschwinden. Ihre Kernwähler, ihr Substrat, aber bleiben. Und auf diesem Substrat wird etwas anderes wachsen, eine neue Generation von Extremisten, die jünger und aggressiver sind und deutlich radikaler in ihrem Rassismus, in ihrem Antisemitismus und in ihrem Kampf gegen die jetzige Ordnung. So sieht die neue Extremistengeneration in Ungarn aus und etwas abgeschwächter auch in Tschechien. Ähnlich könnte die Entwicklung bei uns enden."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 5. Oktober 2012

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