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De Groene Amsterdammer - Niederlande | Freitag, 5. Oktober 2012

Romney bedient die Heimweh-Wähler

Der Republikaner Mitt Romney hat gute Chancen auf den Sieg bei den US-Wahlen, redet er doch all denen das Wort, die den Machtverlust der USA nicht wahrhaben wollen, analysiert das linke Wochenblatt De Groene Amsterdammer: "Ein großer Teil der Wähler in den USA ist frustriert wegen der schleppenden und unsteten wirtschaftlichen Erholung der vergangenen vier Jahre. Außerdem sind viele so ultrakonservativ, wie wir es uns hierzulande nur schwer vorstellen können. Romney ist zur Stelle, um diese Damen und Herren rhetorisch zu bedienen. ... Er meint, dass sich die Welt seit 1989 nicht wesentlich verändert habe. Nach dem gewonnenen Kalten Krieg war Amerika die einzige Supermacht und sei es eigentlich auch geblieben. Allein die schlappen demokratischen Präsidenten sind schuld daran, dass die Welt dies nicht verstanden hat. ... Nicht nur in Amerika, sondern überall im Westen sind Wähler verwirrt. Sie fühlen, dass die Verhältnisse in der Welt sich dramatisch ändern und der Westen seine Macht verliert. Doch sie wollen dies nicht akzeptieren und es gibt Politiker, die bereit sind, diese Heimweh-Wähler mit leeren Versprechungen zu bedienen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 5. Oktober 2012

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