Mladina - Slowenien | Montag, 8. Oktober 2012
Slowenien behandelt Bürger wie gierige Hyänen
Sloweniens Minister für Schulwesen und Wissenschaft Žiga Turk hat am Freitag angekündigt, dass die Gehälter im Bildungssektor gekürzt werden. Studenten hatte er zu Beginn des Semesters dazu aufgerufen, dankbar zu sein, da ihnen der Staat noch immer ein kostenloses Studium ermögliche. Doch der Bürger zahlt Steuern und hat deshalb selbstverständlich das Recht auf Bildung und andere Leistungen des Staates, empört sich die linke Wochenzeitung Mladina: "Der Bürger zahlt hohe Steuern, weil der Staat Bildung und Infrastruktur garantieren soll. ... Steuern und Sozialabgaben zahlen wir auch für den Fall, dass wir unsere Arbeit verlieren. Wir zahlen Sozialabgaben für den Fall, dass wir medizinische oder soziale Hilfe zu benötigen. Deshalb ist die Sozialhilfe auch kein Geschenk, sondern unser Recht. ... Und warum werden all diese Beispiele aufgezählt: weil in letzter Zeit all unsere Rechte (für die wir bezahlt haben!) als eine Art Geschenk des Staates dargestellt werden. Die Bürger werden hingegen als gierige Hyänen dargestellt, die etwas bekommen, was ihnen nicht gehört."
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