Navigation

 
Polityka Online - Polen | Montag, 8. Oktober 2012

Vatileaks-Richter lassen viele Fragen offen

Ein Gericht im Vatikan hat am Samstag den Kammerdiener von Papst Benedikt XVI., Paolo Gabriele, zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, weil er geheime Dokumente entwendet und Journalisten zugespielt hat. Die Richter haben offenbar viel unter der Decke gehalten, glaubt das linksliberale Nachrichtenportal Polityka Online: "Der Prozess lief im Expresstempo ab. Das kann man mit Sicherheit sagen. Nur ist nicht klar, ob die Sache in dieser hohen Geschwindigkeit letztlich aufgeklärt worden ist. Es sieht eher danach aus, dass dieses schnelle Tempo dazu geführt hat, dass man nicht festellten konnte, was wirklich passiert ist. Denn solche Dinge kommen im päpstlichen Staat nur selten vor: Jemand aus dem engsten und vertrautesten Kreis des Oberhaupts dieses Staats hatte sechs Jahre lang Zugang zu geheimen, vertraulichen und einfach privaten Dokumenten und Briefen. Und er hat einen Teil davon an sich genommen. Das ist klar. ... Aber hat er die Dokumente noch jemand anderem [als den Journalisten] gezeigt oder gegeben? Das haben wir aus dem Prozess nicht erfahren."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 8. Oktober 2012

Weitere Inhalte