Les Echos - Frankreich | Montag, 8. Oktober 2012
Europas Trägheit führt in nächste Rezession
Die Wirtschaft in der Euro-Zone wird nach den Erwartungen von drei führenden europäischen Wirtschaftsinstituten bis Jahresende schrumpfen und in den ersten beiden Quartalen 2013 stagnieren. Die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos fordert, dass die Euro-Länder endlich an einem Strang ziehen, um die Krise zu bekämpfen: "Über die Ursache der Rezession sind sich mittlerweile alle einig, und das ist eine gute Nachricht: Eine reine Währungsunion reicht nicht. Es muss auch eine Haushalts- und Bankenunion, eine soziale und eine Fiskalunion geben. ... Die Konzepte sind bereits ausgearbeitet, nun müssen Taten folgen. Doch Deutschland sträubt sich gegen eine Bankenunion, Spanien weist den Aufruf zu finanzieller Solidarität zurück, Frankreich tut so, als ob es das Defizitziel einhalten will, obwohl es auf eine baldige Lockerung hofft, und bei der Frage nach einer Sozialunion kommen die Euro-Länder nicht voran. Die erste Rezession 2009 war ein Schock von außen. Die zweite, die wir derzeit durchleben, hat unser Bewusstsein wachgerüttelt. Vielleicht braucht es eine dritte Rezession, damit wir endlich Entscheidungen treffen."
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