Magyar Hírlap - Ungarn | Montag, 8. Oktober 2012
Ungarns Lehrer bekommen weiter Hungerlohn
Ungarns Wirtschaftsminister György Matolcsy hat am Freitag angekündigt, die Gehälter der Lehrer im kommenden Jahr doch nicht, wie ursprünglich versprochen, zu erhöhen. Das ist eine Katastrophe, denn das Gehalt der Lehrer liegt in Ungarn sowieso weit unter dem Durchschnitt, kritisiert Publizist Ervin Nagy in der rechtskonservativen Tageszeitung Magyar Hírlap: "Die Fakten sind schockierend. Zu Beginn seiner Laufbahn bekommt ein Lehrer heute weniger als monatlich 100.000 Forint netto [rund 355 Euro]. Der Minimallohn in Ungarn liegt derweil bei 93.000 Forint [etwa 330 Euro] im Monat. Sogar die Einkommen altgedienter Lehrer bleiben weit hinter dem monatlichen Durchschnittslohn in Ungarn in Höhe von 220.700 Forint brutto [rund 780 Euro] zurück. Tausende männliche Lehrer kehren der Lehrerlaufbahn den Rücken und fliehen in andere Berufsfelder. ... Unter den weiblichen Pädagogen bleiben nur die hartgesottenen Idealistinnen ihrem Job treu. Doch nun macht sich auch unter ihnen Verzweiflung breit."
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