Rzeczpospolita - Polen | Dienstag, 9. Oktober 2012
Euro-Haushalt schadet Integration
Nach Informationen der Financial Times Deutschland diskutieren EU-Diplomaten einen zusätzlichen Haushalt für die Euro-Zone in Höhe von 20 Milliarden Euro, um die finanziellen Probleme dieser Länder besser lösen zu können. Das wird für die EU-Integration Osteuropas ernsthafte Folgen haben, befürchtet Tomasz Wróblewski von der konservativen Tageszeitung Rzeczpospolita: "Unter dem Vorwand der europäischen Konsolidierung könnten auch die Ausgaben für die Integrationsprogramme begrenzt werden sowie für die Programme, mit deren Hilfe die Kluft zwischen Ost und West überwunden werden soll. ... Es ist richtig, dass sich Außenminister Radosław Sikorski heute um eine überparteiliche Unterstützung für einen Protest Polens gegen diese neue Ausgestaltung der EU-Finanzen bemüht. ... Die Philosophie der Solidarität, die Westeuropa seit 1949 Frieden garantierte, hat uns in unserer Geschichte ohnehin nur selten das Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit zum Westen gegeben. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass dieses Gefühl nun plötzlich völlig verschwindet, doch wird es mit Sicherheit noch schwächer sein als zu dem Zeitpunkt, als wir der EU beigetreten sind."
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Finanzpolitik, » Polen, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Tomasz Wróblewski
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 9. Oktober 2012