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Le Monde - Frankreich | Mittwoch, 10. Oktober 2012

Europas Autobauer brauchen kompletten Neustart

Der PSA-Konzern mit den Marken Citroën und Peugeot hat im ersten Halbjahr 2012 einen Verlust von 819 Millionen Euro verbucht und wird ein Werk im Norden von Paris schließen. Die Situation in Frankreich ist symptomatisch für das Missmanagement der europäischen Autobauer, analysiert der ehemalige Berater des US-Finanzministeriums in Sachen Automobilindustrie, Steven Rattner, in der linksliberalen Tageszeitung Le Monde: "Sinkende Verkaufszahlen, zu viele Fabriken, die bei viel zu hohen Kosten zu viele Autos herstellen, Autohersteller, die zunehmend rote Zahlen schreiben - es muss gehandelt werden, und zwar schnell. ... Das ist auch den europäischen Regierungschefs klar, denen die schreckliche Situation bewusst ist. Sie versuchen auch zu helfen, aber ihre Programme erschöpfen sich in Abwrackprämien und Subventionen für die Gehälter, um Arbeitsplätze zu erhalten, anstatt diese Milliarden in eine fundamentale Umstrukturierung zu investieren. Es wird Zeit, dass Europa die bittere Pille schluckt und die Realität akzeptiert. Die Automobilindustrie muss kleiner, aber stärker werden. Es ist genau wie in den USA: Nur eine Amputation kann den Patienten retten."

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