Savon Sanomat - Finnland | Donnerstag, 11. Oktober 2012
US-Wähler hören nicht auf Europa
Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney ist in dieser Woche in zwei nationalen Wählerbefragungen erstmals am bislang führenden Amtsinhaber Barack Obama vorbeigezogen. Die liberale Tageszeitung Savon Sanomat betont, dass das amerikanische Wahlvolk ganz anders tickt als die Europäer: "Die Zeit wird es zeigen, ob das TV-Duell der Beginn von Obamas Auszug aus dem Weißen Haus war. Wenn man die Europäer fragen würde, wäre Obama noch immer sehr stark. Die US-Bürger haben aber auch schon früher nicht auf die Meinung des Alten Kontinents gehört. ... Ungeachtet der Warnungen aus Europa haben sie Ronald Reagan und beide Bushs an die Spitze des Landes gewählt. Reagan gelang es, in der Welt historische Veränderung herbeizuführen, während insbesondere George W. Bushs Amtsperiode in vieler Hinsicht eine Katastrophe war. Entscheidend für die Präsidentschaftswahlen sind aber ausschließlich nationale Wirtschaftsthemen. Falls es Romney gelingt, glaubwürdiger als Obama zu sein, wird er gewählt. Die von ihm vertretene Wirtschaftslehre macht jedoch Angst. Die ganze Welt hat die von Bush junior hinterlassenen Rechnungen während der Amtszeit von Obama gezahlt."
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