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La Tribune - Frankreich | Mittwoch, 10. Oktober 2012

Deutscher Egoismus lässt Rüstungsfusion platzen

Die Fusion der europäischen Rüstungskonzerne EADS und BAE ist am Streit der beteiligten Regierungen gescheitert. Die beiden Unternehmen gaben am Mittwoch bekannt, die Gespräche über einen Zusammenschluss zu beenden. Die linksliberale Wirtschaftszeitung La Tribune schiebt Berlin den Schwarzen Peter zu: "Die Franzosen haben aus strategischem Interesse Ja gesagt, da das Projekt die europäische Zusammenarbeit bei der Verteidigungspolitik stärkt. Die Briten haben Ja gesagt, weil sie die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens bewahren wollen. Deutschland hat Nein gesagt. Und zwar nicht nur, weil eine europäische Verteidigungskooperation in diesem Land kein Ziel an sich ist und die deutsche Industrie konkurrenzfähig ist, sondern auch weil die Deutschen weiterhin vorgeben wollen, was Wettbewerbsfähigkeit bedeutet. ... Allein die Stellenkürzungen, die eine solche Fusion nach sich gezogen hätte, hätten die dank der leistungsstarken deutschen Industrie derzeit noch florierenden Exporte Deutschlands und den [EADS-]Standort Manching gefährdet."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 11. Oktober 2012

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