The Times - Großbritannien | Donnerstag, 11. Oktober 2012
Cameron sollte von Londons Bürgermeister lernen
Nach der Rede des britischen Premiers David Cameron am Donnerstag auf dem Parteitag der Konservativen in Birmingham beklagt die konservative Tageszeitung The Times, dass es den Politikern heutzutage meist an Originalität mangelt. Cameron sollte sich besser ein Beispiel an Londons redegewandtem Bürgermeister Boris Johnson nehmen: "Weil die Medien ständig bereit sind, bei jedem noch so kleinen Ausrutscher Alarm zu schlagen, ist die Politik heutzutage so minutiös durchgeplant. Jedes einzelne Wort, das auch nur ansatzweise unangebracht scheint, wird als Beweis für eine Meinungsverschiedenheit gewertet. Unter diesen Umständen ist der Anreiz, schlichtweg langweilig zu sein, hoch. Und manche Politiker brauchen diesen Anreiz nicht einmal. Von Boris Johnson hingegen können wir lernen, dass Politik nicht farblos sein muss und dass Persönlichkeit etwas ist, was man schlichtweg besitzt - nicht etwa etwas, worüber man nur spricht."
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