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24 Chasa - Bulgarien | Donnerstag, 11. Oktober 2012

Mohammed Khalaf gibt dem politischen Islamismus langfristig keine Chance

Die islamistischen Parteien und Bewegungen, die nach dem arabischen Frühling an die Macht gekommen sind, werden früher oder später von den arabischen Gesellschaften fallen gelassen werden, prognostiziert der bulgarische Journalist und Islamexperte Mohammed Khalaf in der Tageszeitung 24 Chasa: "Leider wurden die Ideale der arabischen Revolution verraten und eine neue Art der Barbarei ist durch das offene Fenster der Demokratie ins Haus geflattert. Die Verfechter der 'Rückkehr zu den Wurzeln' haben die neuen Freiheiten für sich genutzt, obwohl sie weder an Freiheit noch an Menschenrechte und Demokratie glauben. ... Stattdessen schüren diese neuen Bewegungen, Parteien und Machteliten den Hass und verbieten alles, was nicht in ihr Weltbild passt. ... Zweifellos wird diese Welle des politischen Islams in naher Zukunft die gesellschaftlich-politischen Prozesse in den arabischen Ländern bestimmen, die noch vor kurzem von militanten Diktatoren unterdrückt wurden. Auf lange Sicht aber haben sie mit ihrem Antimodernismus keine Chance. Sie werden ausgestoßen werden von den Menschen, die über Internet und Satellitenfernsehen mit anderen Kulturen und Werten in Berührung kommen und bereit sind, die Ketten der Entfremdung zu sprengen, um teilnehmen zu können an einer globalisierten zivilisierten Welt."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 12. Oktober 2012

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