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La Tribune - Frankreich | Dienstag, 24. Oktober 2006

Der Slowakei droht eine 'Flucht der Gehirne'

Den Statistiken der slowakischen Akademie der Wissenschaften (SAIA) zufolge hat die Hälfte der slowakischen Studenten vor, nach Abschluss ihres Studiums das Land zu verlassen. "Dieses Ausbluten, das seit dem slowakischen EU-Beitritt im Mai 2004 noch zugenommen hat, beginnt schon jetzt, sich auf das Wirtschaftswachstum auszuwirken", bemerkt der Journalist Damien Leteiller. "Der derzeitige slowakische Premierminister Robert Fico, der seinem ultraliberalen Vorgänger vorgeworfen hat, die 'Flucht der Gehirne' und die Abwanderung von 400 000 Menschen – meist in EU-Länder – zugelassen zu haben, hofft, eine Trendwende herbeiführen zu können. Vier Monate nach seinem Amtsantritt... geschieht eher das Gegenteil... Und das Phänomen hat sich dadurch verstärkt, dass zahlreiche junge Slowaken zum Studieren ins Ausland gehen, vor allem nach Tschechien oder nach Ungarn."

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