Simerini - Zypern | Montag, 15. Oktober 2012
Sparauflagen rechtfertigen keine Fahnenflucht
Die zypriotische Presse berichtet, dass Präsident Dimitris Christofias erwägt zurückzutreten, um nicht ein Spar-Μemorandum mit den internationalen Gläubigern unterschreiben zu müssen. Die konservative Tageszeitung Simerini nimmt ihn in die Pflicht: "Wir müssen alle patriotisch, seriös und verantwortungsvoll denken. Hoffentlich sind die Berichte, dass Christofias zurücktreten würde, um nicht das Sparpaket unterschreiben zu müssen, nur boshaftige Gerüchte. Ein Präsident darf vor Problemen nicht zurückschrecken und darf keinen Keil zwischen Bürger und den Staat treiben. ... Wenn er zurücktritt, damit er nicht das Memorandum der Troika unterschreiben muss, die er im Endeffekt selbst nach Zypern eingeladen hat, wird die Geschichte besonders hart mit ihm umgehen. Denn kein Bürger, kein Kämpfer und erst recht kein politischer Führer - darf den Kampfplatz verlassen. Niemand darf zum Deserteur werden, vor allem nicht in letzter Minute!"
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