Sega - Bulgarien | Dienstag, 16. Oktober 2012
Großbritannien verschmäht Rumänen und Bulgaren
Ab Januar 2014 gilt in der EU die uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit auch für Rumänen und Bulgaren. Großbritanniens Innenministerin Theresa May hat Anfang Oktober Widerstand angekündigt und die Einführung von Visa für Bürger Rumäniens und Bulgariens angedeutet. May spricht nur aus, was viele andere EU-Länder sich nicht trauen, meint die Tageszeitung Sega: "Bulgarien und Rumänien sollen formell in der EU bleiben (sie können ja nicht einfach ausgeschlossen werden), aber ihre Bürger sollen durch neue Visabestimmungen ferngehalten werden. So könnten die Niederlande in Bezug auf die Schengen-Erweiterung endlich aufatmen, Frankreich würde die Roma los, die sie so anwidern, und die Briten bräuchten keine Angst mehr zu haben, dass ihnen Bulgaren und Rumänen die schlecht bezahlten Jobs wegschnappen. Auch die EU-Kommission wird sich insgeheim freuen, weil es ihr langsam schon peinlich wird, die Rechte der Bulgaren und Rumänen zu verteidigen und gleichzeitig die reichen Geberländer, die mit Abscheu auf ihre armen EU-Verwandten blicken, um die Vergrößerung des EU-Haushalts zu bitten."
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