Contributors.ro - Rumänien | Donnerstag, 18. Oktober 2012
Rumänen folgen der Politik bis ins Stadion
Vor rund 60.000 Menschen hat das links-liberale rumänische Regierungsbündnis USL am Mittwoch im Bukarester Stadion seine Kandidaten für die Parlamentswahl Anfang Dezember vorgestellt. Eine megalomanische Gegenveranstaltung zum Treffen der Europäischen Volkspartei, meint Ciprian Ciucu im Blogportal Contributors: "Auch der derzeitige US-Präsident hat seine Kandidatur in einem Fußball-Stadion verkündet. Mir fällt allerdings kein weiteres Beispiel dafür ein, dass in einem zivilisierten Land eine politische Kundgebung im Stadion abgehalten wurde. Im Gegenteil. Eine solche Veranstaltung erinnert unweigerlich an die grausamsten autoritären Regime der Vergangenheit (Rumänien, Nazideutschland, UdSSR) und der Gegenwart (Nordkorea, China). Nur weil die USL ihre Macht beweisen wollte, riefen sie die Menschen ausgerechnet an dem Tag ins Stadion, an dem ihre politischen Feinde mit dem Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) selbst eine wichtige Veranstaltung hatten. ... Für die USL war es einfach, so viele Menschen zu versammeln. Sie war gar nicht mal nur auf die Parteimitglieder angewiesen. Denn die meisten kamen, um das neugebaute Stadion zu bewundern. Natürlich kostenlos."
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