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The Guardian - Großbritannien | Freitag, 19. Oktober 2012

Mitchell-Affäre bleibt wohl folgenlos

In Großbritannien hält die Debatte um den Fraktionschef der Konservativen Andrew Mitchell an, der Ende September zwei Polizisten als Pöbel beschimpft hat, die ihn nicht auf seinem Fahrrad vor dem Regierungssitz vorfahren lassen wollten. Für Mitchell bleibt die Affäre aber wohl folgenlos, meint die linksliberale Tageszeitung The Guardian: "Für Cameron ist das politische Kalkül klar: Er hätte Mitchell sofort entlassen können, auch wenn ihn dann einige beschuldigt hätten, überzogen zu handeln, wenn er den gerade erst ernannten Mitchell so schnell aufgeben würde. ... Sollte sich Cameron jetzt von Mitchell trennen, da die Affäre nun schon einen Monat andauert, würde er diese Schwäche tatsächlich eingestehen. Außerdem hätte dadurch niemand eine höhere Meinung von Cameron. Und die sensationslüsternen Medien würden sich auf die nächste Affäre stürzen. ... Die Polizistenvereinigung würde jegliches unangemessene Verhalten ihrer Mitglieder noch schamloser verteidigen und die Akten zur Mitchell-Affäre den Medien zuspielen. Die Labour-Partei würde jubeln, und jeder, der die Tories hasst, würde sie auch weiterhin hassen."

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