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Le Temps - Schweiz | Freitag, 19. Oktober 2012

Fremdenfeindlichkeit in Frankreich betrifft alle

Nach einem Bericht der Schutzorganisation der jüdischen Gemeinde SPCJ ist die Zahl der antisemitischen Straftaten in Frankreich in diesem Jahr um 45 Prozent gestiegen. Hintergrund dieser Entwicklung ist die Fremdenfeindlichkeit, die sich auch gegen die muslimische Gemeinde richtet, betont der stellvertretende Vorsitzende des französischen Rats der Muslime, Chems-eddine Hafiz, in der liberalen Tageszeitung Le Temps: "Das Ansteigen antisemitischer Vorfälle ist unumstritten. Diese Entwicklung ist umso schwerwiegender, als sie mit einer wachsenden Intoleranz einhergeht, die sich durch fremdenfeindliche Forderungen ausdrückt. Ja, dieser Antisemitismus existiert und ist das Motiv von Verbrechen. ... Der Islam hat mit dem Antisemitismus aber nichts zu tun. Die Muslime hatten schon immer sehr wohlwollende Gefühle gegenüber den Juden. ... Der einzige Schlüssel zum Verständnis dieser Tendenzen ist die Fremdenfeindlichkeit, die sich gegen Juden ebenso richtet wie gegen Muslime. Wir müssen diese Krankheit, die die Gesellschaft untergräbt, gemeinsam und auf intelligente Weise bekämpfen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 19. Oktober 2012

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