Standart - Bulgarien | Mittwoch, 24. Oktober 2012
Donaubrücke weckt falsche Hoffnungen
Eine neue Donaubrücke verbindet Bulgarien und Rumänien, die zweite zwischen den beiden Ländern. Sie wurde am Mittwoch von den beiden Ministerpräsidenten eingeweiht. Die Tageszeitung Standart freut sich, macht sich aber keine großen Hoffnungen für die Menschen in der laut Eurostat ärmsten Region der EU: "Die Donaubrücke wurde jahrelang als vielversprechender Hoffnungsträger für den Nordwesten Bulgariens angesehen. Sie sollte die Entvölkerung in der Region stoppen, die Wirtschaft ankurbeln und neue Arbeitsplätze schaffen. Während der Bauarbeiten hat sich wirtschaftlich nicht viel getan, aber die Hoffnung ist, dass jetzt, da die Brücke fertig ist, auch die Menschen in der ärmsten Region der EU etwas davon haben werden. Dagegen spricht, dass in den vergangenen 13 Jahren ein Drittel von ihnen weggezogen ist. Die Jungen und Qualifizierten haben längst woanders einen Job. Geblieben sind die Alten. Was sollen sie sich über die neue Brücke freuen? Sie sind müde geworden vom Warten und vom Hoffen darauf, dass etwas passiert - und das gilt übrigens nicht nur für sie."
» zum ganzen Artikel (externer Link, bulgarisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Infrastruktur / Verkehr, » EU-Nachbarschaft, » Wirtschaft, » Rumänien, » Bulgarien
Alle verfügbaren Texte von » Georgi Daskalov
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 25. Oktober 2012