Naftemporiki - Griechenland | Dienstag, 30. Oktober 2012
Griechen ertragen Ungewissheit nicht mehr
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat am Sonntag einen Schuldenerlass der Euro-Länder für Griechenland abgelehnt. Die Verhandlungen der griechischen Regierung mit den internationalen Geldgebern über die geforderten Arbeitsmarktreformen kommen derweil nicht voran. Die konservative Tageszeitung Naftemporiki fordert in dieser Situation Klarheit, sowohl von der Regierung als auch von den Gläubigern: "Angeblich ist unsere Zeit für die Rettung schon längst abgelaufen, wenn wir die Deadlines hätten einhalten wollen. Aber wir setzen unsere Verzögerungstaktik fort - paradoxerweise, denn wir haben das Spiel bereits 0:3 verloren. Was wollen wir also versuchen? Was ist unsere Strategie - abgesehen davon, dass wir jedes weitere Gegentor vermeiden wollen? … Wir müssen bald erfahren, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht, denn die Ungewissheit über unsere Zukunft kann niemand mehr ertragen. Denn nach einem Unfall könnten wenigstens die Überlebenden, falls es welche gibt, mit dem Heilungsprozess beginnen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, griechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Innenpolitik, » Finanzpolitik, » Deutschland, » Griechenland
Alle verfügbaren Texte von » Nikos Frantzis
Debatten verfolgen » Griechenland stellt Euro-Zone auf Probe
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 30. Oktober 2012