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Der Standard - Österreich | Dienstag, 30. Oktober 2012

Klitschko sollte weiterkämpfen

Die neu gegründete Oppositionspartei Udar ("Schlag") des Boxweltmeisters Vitali Klitschko ist bei den ukrainischen Parlamentswahlen voraussichtlich mit rund 13 Prozent auf dem vierten Platz gelandet und ist damit hinter den selbst gesteckten Zielen zurückgeblieben. Die Zögerlichkeit der Wähler sollte Klitschko aber nicht entmutigen, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Schade ist, dass wohl auch Neueinsteiger Witali Klitschko die Angst seiner Landsleute vor politischen Experimenten zu spüren bekam. Sein Ergebnis blieb am Ende unter den Erwartungen. Wer seinen Unmut mit dem politischen Establishment zum Ausdruck bringen wollte, wählte die radikale nationalistische Partei 'Freiheit'. Trotzdem wäre es nach diesem Misserfolg verfrüht für Klitschko, der politischen Arena den Rücken zu kehren. Die Ukraine braucht eine liberale Partei, die zu demokratischen Grundwerten steht. Die Liberalen aber brauchen neue, unverbrauchte Köpfe, die sich nicht in der Vergangenheit durch Macht- und Ränkespiele diskreditiert haben."

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