Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Dienstag, 30. Oktober 2012
Starke Konkurrenz für Amazon und Apple
Der deutsche Bertelsmann-Konzern und die britische Pearson-Gruppe haben am Montag angekündigt, ihre Buchverlage Random House und Penguin Books zu einer Verlagsgruppe zu fusionieren. Dieser dann weltgrößte Publikumsverlag wäre eine ernstzunehmende Konkurrenz für Amazon und Apple im E-Book-Bereich, freut sich die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: "Penguin Random House will sich erklärtermassen gegenüber den 'Westküsten-Giganten' positionieren. Damit sind Amazon und Apple gemeint, und es verweist darauf, dass es um mehr geht als den üblichen Konditionen-Poker mit Buchhandelsketten. Die digitalen Umbrüche spielen die Hintergrundmusik. Sie ermöglichen neue Geschäftsmodelle. E-Books zum Beispiel eignen sich vorzüglich für den Direktvertrieb, also für Buchverkäufe von Verlagen unter Umgehung des Handels. Warum sollte ein Verlag sich noch länger in Abhängigkeit von Amazon und Apple begeben und seine E-Books über diese beiden vermarkten? Ein Riese wie Penguin Random House wäre so breit aufgestellt, dass er Leser auch gleich auf verlagseigene Plattformen leiten kann, wo diese dann Texte herunterlüden."
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