Wprost Online - Polen | Dienstag, 30. Oktober 2012
Unbedingt am Assozierungsabkommen festhalten
Trotz der Kritik der Wahlbeobachter muss die EU auf jeden Fall am Ziel der West-Integration der Ukraine festhalten, fordert der polnische OSZE-Wahlbeobachter Michał Szczerba in einem Gastbeitrag für das konservative Nachrichtenportal Wprost Online: "Eine negative Bewertung der Wahlen durch die internationale Gemeinschaft könnte dazu führen, dass das Assoziierungs- und Freihandelsabkommen zwischen der Ukraine und der EU doch nicht unterzeichnet wird. Eine Zurückweisung und Isolierung einer 'unvollkommenen' Ukraine treibt diese aber in die Arme von Russland. So hat der Kreml ihr angeboten, einer Zollunion sowie der Eurasischen Wirtschaftsgenmeinschaft beizutreten. ... Umso mehr muss man unsere Partner [in der EU] dazu ermutigen, die Erweiterung Europas voranzutreiben. Und gerade ein Assoziierungsvertrag würde die ukrainische Regierung dazu verpflichten, in Schlüsselbereichen in Politik und Wirtschaft endlich Reformen durchzuführen."
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