Magyar Narancs - Ungarn | Montag, 29. Oktober 2012
Orbán ohne Rücksicht auf Spielhallenbetreiber
In Ungarn sind seit dem 10. Oktober Glücksspielautomaten in Spielhallen und Kneipen illegal. Große Kasinos sind von der Regel ausgenommen. Der Ökonom Péter Felcsuti weist in der Online-Ausgabe der linksliberalen Wochenzeitung Magyar Narancs darauf hin, dass durch das Verbot viele Menschen in Ungarn ihre Arbeit verlieren: "Was unser Premier Viktor Orbán so gar nicht mag, ist das Glücksspiel. Konkret mag er jenes Glücksspiel nicht, dem in Spielhallen und Kneipen gefrönt wird. ... Diesem hat er jetzt einen Riegel vorgeschoben. Für die Betreiber gibt es keine Gnade: Es gibt weder Schadenersatz noch eine Schonfrist, wie das in den westlich von Ungarn gelegenen Ländern üblich ist. ... Mit dem Verbot gehen Unternehmen bankrott, verschwinden Arbeitsplätze und landen Menschen auf der Straße. Doch was soll's: Wo gehobelt wird, fallen eben auch Späne."
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