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Le Temps - Schweiz | Montag, 30. Oktober 2006

Serbien hält am Kosovo fest

Der Balkan-Historiker Serge Métais wünscht, die EU würde die Unabhängigkeit des Kosovo aktiver verteidigen. Das Kosovo "hat circa zwei Millionen Einwohner, davon mehr als 90 Prozent Albaner, und die Währung ist bereits der Euro, wie auch in Montenegro. Obwohl es innerhalb des ehemaligen Jugoslawiens Serbien zugeteilt war, ist es de facto schon seit sieben Jahren ein Staat, der nicht mehr von Belgrad abhängt. Es ist eine Demokratie mit einer Mehrheit und einer Opposition, einem Parlament, einem Gouverneur und einem Präsidenten... Alle sind sich darüber einig, dass der jetzige Status des Kosovo schon zu lange angedauert hat. Er blockiert die Reformen und wirkt sich in vielerlei Hinsicht schädlich aus. Die Argumente sind längst ausgetauscht und es wird Zeit, dass die EU ihren Willen kundtut. Sie sollte verkünden, dass sie bereit ist, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen. Und sie sollte auch verkünden, dass dieser Staat dazu berufen ist, ihr beizutreten."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 30. Oktober 2006

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