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Le Figaro - Frankreich | Dienstag, 14. November 2006

Pascal Bruckner über das historische Gedächtnis Europas

Marie-Laure Germon und Stéphane Marchand moderieren ein Gespräch über das historische Gedächtnis zwischen dem französischen Philosophen Pascal Bruckner und dem Historiker Benjamin Stora. Für Bruckner "reicht es nicht, die Verbrechen der jüngeren Vergangenheit zu bereuen. Man muss sich für diese Verbrechen auch verantwortlich fühlen. Ich habe festgestellt, dass Europa lieber den bequemen Weg geht und Forderungen nach der Verantwortung für diese Gräueltaten verurteilt. Wir haben, um eine klassische Unterscheidung der Theologie wieder aufzugreifen, ein 'beruhigtes schlechtes Gewissen', was zur Untätigkeit führt. Europa kennt sich nicht mehr als Gegner, sondern nur noch als Partner. Europa würde sich gern auf Zehenspitzen aus dieser Geschichte schleichen. In so stürmischen Zeiten wie heute ist ein solches Verhalten selbstmörderisch. Man muss sich entscheiden: Buße oder Widerstand."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 14. November 2006

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