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Népszabadság - Ungarn | Montag, 20. November 2006

Europäisches Sprachengewirr

Brüssel-Korrespondent László Szöcs beobachtet, dass sich das Englische, Französische und Deutsche unter den Bürgern Europas mehr und mehr als Verkehrssprachen durchsetzen, während die EU-Institutionen weiterhin auf Vielsprachigkeit und Übersetzung in 21 offizielle Sprachen bestehen: "In den EU-Institutionen herrscht ein Sprachengewirr wie in Babel, das auch auf administrativer Ebene zum Chaos führt. Vor kurzem wurde das Gälische zur einundzwanzigsten offiziellen Sprache der EU erklärt, bald folgen das Rumänische und das Bulgarische. Drei regionale Sprachen Spaniens – das Katalanische, das Baskische und das Galizische – bekommen einen Sonderstatus... Wenn man die Kosten schriftlicher und mündlicher Übersetzung zusammenrechnet, wird jährlich nahezu eine Milliarde Euro für Übersetzung ausgegeben. 'Die Sprache Europas ist die Übersetzung' - bemühte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso den italienischen Schriftsteller Umberto Eco, um zu legitimieren, dass es nun einen EU-Kommissar für Vielsprachigkeit geben wird."

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