24 heures - Schweiz | Mittwoch, 29. November 2006
Papst nicht mehr gegen EU-Beitritt der Türkei
Die Türkeireise von Papst Benedikt XVI. könnte die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei verbessern, meint Philippe Dumartheray. "Anfänglich hatte diese Papstreise ein rein religiöses Ziel: die Erneuerung der Bande zwischen den Katholiken und den Orthodoxen und der Versuch, den tausendjährigen Zwist zwischen diesen beiden Richtungen des Christentums zu überwinden... Doch ein Zusammenhang zwischen Religion und Politik ist schnell hergestellt. Im Fall Benedikt XVI. ist er ganz offensichtlich. Früher, als er noch Kardinal war, hat er aus seiner Abneigung gegenüber einer EU-Mitgliedschaft der Türkei nie einen Hehl gemacht. Nun aber hat der Papst am ersten Tag seiner Reise einen EU-Beitritt der Türkei befürwortet. Dieser Richtungswechsel muss sehr genau beobachtet werden, denn er könnte die europäischen Christdemokraten beeinflussen, vor allem die Deutschen, die einer türkischen EU-Mitgliedschaft eher ablehnend gegenüber stehen."
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