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Die Zeit - Deutschland | Donnerstag, 15. Dezember 2005

Internationaler Kunstmarkt

So überdreht und wirklichkeitsfern wie im Moment ist es auf dem internationalen Kunstmarkt noch nie zugegangen, stellt Hanno Rauterberg fest. Zeitgenössische Künstler werden heute teurer gehandelt als Monet und Rubens, Beckmann oder Turner. "Was einst mit der New Economy unterging, lebt heute in der Kunstwelt weiter: die Begeisterung für den Markt und die Vorstellung, dass selbst mit dürren Ideen eine pralle Zukunft zu gewinnen sei. Auch die neue Hemdsärmeligkeit scheint von damals zu stammen. War der Handel mit Kunst lange etwas Diskretes, so werden nun dank der neuen Auktionen ständig aktualisierte Preislisten für Gegenwartskunst in den Markt hinausgepustet. Seither verwandelt sich die Diskussion über Kunst in eine Diskussion über Rekorde und Anlagen. Schleichend wird das Geld für viele zur eigentlichen Verlockung, sich mit Kunst zu befassen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 16. Dezember 2005

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