Magyar Hírlap - Ungarn | Dienstag, 26. Dezember 2006
Isoliertes Serbien
In Serbien finden am 21. Januar Parlamentswahlen statt. Die Isolation des Landes sei ein Nährboden für serbischen Nationalismus, schreibt József Makai und fordert, die EU solle die Einreise serbischer Staatsbürger in die EU erleichtern. "Das Schengener Abkommen schirmt Serbien von der Außenwelt ab, das hat viele negative Auswirkungen. Darf man sich wundern, dass die für die Errichtung Groß-Serbiens eintretende Serbische Radikale Partei stärkste politische Kraft in Serbien ist? Wie könnte es anders sein? In Serbien geht eine Generation zum ersten Mal wählen, die keine Erinnerung mehr an das normale Leben vor dem Krieg hat. Ihr bisheriges Leben ist von Krisen, Notständen und Kriegen geprägt. Massive Hetzkampagnen gehören zu ihrem politischen Alltag. Zwei Drittel aller Studenten in Serbien waren noch nie im Ausland... Es reicht nicht, den Serben langfristig einen EU-Beitritt in Aussicht zu stellen. Persönliche Erfahrungen würden sie mit der Welt schneller versöhnen als ihre demokratischen Regierungen."
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