Navigation

 
El País - Spanien | Mittwoch, 3. Januar 2007

Hugh Pope für einen EU-Beitritt der Türkei

Der Journalist und Türkei-Spezialist Hugh Pope plädiert für eine weitere EU-Erweiterung. "So eifrig, wie die Türkei sich verändert hat, um sich Europa anzupassen, so sollten auch wir unseren Begriff des europäischen Charakters verändern und den in der Türkei herrschenden euro-muslimischen Pragmatismus willkommen heißen. Manchen Europäern, die 'dem Islam' ihrer neuen Nachbarn schlechte Manieren, die Unterdrückung der Frau oder die Bekleidungsgewohnheiten vorwerfen, scheint dies unmöglich. Diese Probleme gibt es tatsächlich, sie haben jedoch weniger mit der Religion als mit einem Mangel an Erziehung, an Reichtum und an Erfahrung mit dem städtischen Leben zu tun. Es gab eine Zeit, da wurden Spanien und Italien von den Nordeuropäern abfällig behandelt, weil sie der Ansicht waren, diese Länder gehörten nicht zu Europa. Doch heute zweifelt niemand mehr daran, dass die Umverteilung von Reichtum und der Wandel im europäischen Selbstbild Vorteile sind. Sie haben die Integration dieser beiden Länder erst ermöglicht."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 5. Januar 2007

Weitere Inhalte