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Le Monde - Frankreich | Freitag, 5. Januar 2007

Thomas Ferenczi über das Schwarze Meer

"Die strategische Bedeutung des Schwarzen Meeres als Durchgangsort für Gas und Erdöl aus dem Kaspischen Meer und als Zufahrtsstraße zum Mittelmeer über die Meeresengen des Bosporus und der Dardanellen ist unumstritten. Sie erklärt die Begehrlichkeiten, die dieses Gebiet seit langem weckt", bemerkt Thomas Ferenczi nach dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens, die beide ans Schwarze Meer grenzen. "Dennoch fehlt es der EU gegenüber den Staaten in dieser Region an einer klaren Strategie. Genau genommen hat sie davon gleich drei, erklärt Marius Vahl, Forscher am Brüsseler Zentrum für europäische Studien (CEPS): EU-Beitritt für Bulgarien, Rumänien und die Türkei, Nachbarschaftspolitik für die Ukraine und Georgien, eine neue strategische Partnerschaft mit Russland. Europa versucht, an seinen Grenzen sowohl eine 'nordische Dimension' und eine 'euromediterrane Dimension' zu entwickeln, eine 'Schwarzmeer-Dimension' jedoch, stellt der Experte mit Bedauern fest, gibt es noch nicht."

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