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Die Zeit - Deutschland | Donnerstag, 11. Januar 2007

Jeremy Paxman über den tieferen Sinn der Monarchie

Zum heutigen Kinostart von Stephen Frears' Film "The Queen" in Deutschland erklärt BBC-Moderator und Elizabeth-Biograf Jeremy Paxman, warum er seiner Königin ergeben ist, auch wenn er die Monarchie eigentlich für altmodisch, unlogisch und undemokratisch hält: "Im Grunde besteht ihre Stärke darin, dass einiges für ein Arrangement spricht, in welchem das höchste Amt außer Reichweite derer liegt, die danach streben. Alle Völker suchen nach einem Ausdruck für ihr Nationalgefühl, sei es durch Flaggen, Hymnen oder simple politische Phrasen über die Bestimmung der Nation. Eine Präsidialdemokratie wie in den USA oder - in anderer Form - in Frankreich bietet dieses Amt einer Person an, die damit ihren politischen Ehrgeiz befriedigen will. In einer Monarchie liegt das Vorrecht, in einer vergoldeten Kutsche zu fahren, außerhalb des Zugriffs von Politikern. Gut so."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 11. Januar 2007

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