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The Irish Times - Irland | Mittwoch, 17. Januar 2007

Verhaltene 300-Jahr-Feiern zur Union zwischen Schottland und England

"Die gestrigen Feiern zum dreihundertjährigen Jubiläum der Union zwischen Schottland und England fielen merklich gedämpft aus", bemerkt die irische Zeitung und befasst sich mit der Frage nach Schottlands Unabhängigkeit und den Grenzen regionaler Selbstbestimmung. "Die so genannte West-Lothian-Frage – die das Missverhältnis beschreibt, wonach schottische Abgeordnete in Westminister über englische Angelegenheiten entscheiden dürfen, während ihren englischen Kollegen dieses Recht in Bereichen vorenthalten ist, die in schottischer Zuständigkeit liegen – hat einen Stellenwert in der britischen Politik bekommen, der Labour ernsthaft beschämen müsste. Als möglicherweise erster schottischer Premier seit Harold Macmillan hat insbesondere Gordon Brown ein Problem. Am Sonntag warnte er vor einem 'balkanisierten Großbritannien', zerrissen von den Zwillingskräften Nationalismus und Multikulturalismus. Solche Übertreibungen, die schon Bilder eines Bürgerkriegs heraufbeschwören, dienen der unionistischen Sache freilich wenig. Ebenso wenig tun das die Propheten des wirtschaftlichen Untergangs in der Labourpartei. Die EU hat bewiesen, dass weitaus kleinere Staaten unter ihrem Dach glücklich gedeihen können, während sie Schlüsselelemente ihrer Souveränität beibehalten."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 17. Januar 2007

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