Právo - Tschechien | Mittwoch, 24. Januar 2007
Sternstunde für Tschechiens EU-Querulanten
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel fährt diese Woche nach Prag. Der tschechische Politologe Jiri Pehe fürchtet, dass dort mittlerweile die Euroskeptiker das Sagen haben: "Statt den Besuch der um die Wiederbelebung der EU-Verfassung bemühten deutschen Kanzlerin Angela Merkel erstmal abzuwarten, erklären sie schon vorab - und das auch noch ziemlich beleidigend -, dass sie dabei nicht viel zu erwarten habe. Präsident Vaclav Klaus ist in dieser Beziehung ohnehin ein eigenes Kapitel. Es macht keinen Sinn mehr, gegen seine demagogische Art zu polemisieren. Leider bewegt sich beim Thema EU-Verfassung auch Premier Mirek Topolanek wie ein Elefant im Porzellanladen. Und als wollten die EU-Querulanten ihren Worten Nachdruck verleihen, ernennen sie ausgerechnet den lautesten tschechischen Neinsager zur EU, Jan Zahradil, zum Bevollmächtigten für die weiteren Verhandlungen über das Schicksal der EU-Verfassung. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Partner in der Union den tschechischen Zug aufs Abstellgleis schieben werden. Dort können dann unsere Euroskeptiker weiter gegen die EU toben - freilich, ohne dass sie noch jemand ernst nähme."
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