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Open Democracy - Großbritannien | Mittwoch, 24. Januar 2007

Elif Shafak über Hrant Dink

Die türkische Schriftstellerin Elif Shafak wurde wegen Beleidigung des Türkentums angeklagt und im letzten September freigesprochen. Sie bezeugt dem Journalisten Hrant Dink, der letzten Freitag ermordet wurde, ihren Respekt: "Er ließ uns glauben, dass wir, die Bürger der modernen Türkei, als die Enkel des multiethnischen, multikulturellen und vielsprachigen Osmanischen Reiches zusammenleben können und sollen, ohne die Unterschiede einzuebnen oder die Erinnerung an die Vergangenheit auszulöschen. Er wollte das Schweigen über die Deportationen und die Massaker an den Armeniern in der Türkei brechen und glaubte, dass die Erinnerung daran eine Verpflichtung sei. Seiner Meinung nach können wir nur dann in eine neue und bessere Zukunft aufbrechen, wenn Türken und Armenier diese Tragödie gemeinsam betrauern. In einem Land mit Kollektivamnesie kämpfte er für das Gedächtnis... Er hatte ein riesiges Vertrauen in seine Mitbürger und glaubte, durch Dialog und Einfühlung würde auch der hartnäckigste Chauvinismus verschwinden."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 25. Januar 2007

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