The Times - Großbritannien | Freitag, 26. Januar 2007
Wie bleibt die Kunst im Land?
Der Kunstkritiker Ben Macintyre hat fünf Pfund in einen virtuellen Pinselstrich eines Gemäldes von William Turner investiert. Das Bild "The Blue Rigi" steht im Internet zum Verkauf. Im vergangenen Jahr war es von einem privaten Käufer, vermutlich einem Amerikaner, für 5,8 Millionen Pfund erworben worden. Der britische Kulturminister David Lammy hatte daraufhin ein zeitweiliges Exportverbot für den Turner verfügt. Bis zum 20. März muss nun soviel Geld gesammelt werden, dass der Kaufpreis zusammenkommt, dann könnte das Bild im Land verbleiben. Ben Macintyre schreibt: "Es wird immer einen Konflikt zwischen den Anforderungen des Marktes und den Bedürfnissen der Kultur geben. Man kann den freien Kunstmarkt nicht daran hindern, sich genau so zu verhalten wie andere Märkte auch, und man sollte es auch nicht. Dennoch gibt es verschiedene (wenn auch teure) Möglichkeiten, das Gleichgewicht zugunsten unserer Museen zu beeinflussen. Für den Anfang sollte es für jede individuelle Kunstschenkung an das Land Steuererleichterungen von mindestens 40 Prozent geben. In Frankreich gibt es einen Nachlass von 90 Prozent."
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