El Diario Vasco - Spanien | Montag, 29. Januar 2007
Eine beschränkte Unabhängigkeit für den Kosovo?
Der spanische Historiker Daniel Reboredo ist der Meinung, dass man erst die Gewaltexzesse beider Seiten anprangern muss, bevor man zu einer friedlichen Lösung für den Kosovo kommen kann. "Die Verantwortung der serbischen Politiker liegt auf der Hand, sie gehören bestraft. Aber es bringt nichts, sich darauf zu versteifen, ein Volk, dessen Beteiligung in Frage steht, einfach so zu erniedrigen, zu ruinieren und zu drangsalieren, wohingegen die kosovarischen Kriegsverbrecher der Befreiungsarmee UCK von ihrer Regierung respektiert, belohnt und bewundert - und von den westlichen Regierungen zumindest toleriert werden. Das Resultat der serbischen Parlamentswahlen zeigt den Unwillen gegenüber dem Westen, der sich aus serbischer Sicht schlecht benimmt und lieber Vorurteile verbreitet als Frieden zu stiften. Und das stimmt, selbst wenn die Demokratische Partei bereits mit den anderen vier Reformparteien verhandelt, um schnell eine Regierung zu bilden, damit sich diese den Forderungen der EU beugt, die eine proeuropäische und demokratische Regierung wünscht."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Südosteuropa, » Serbien
Alle verfügbaren Texte von » Daniel Reboredo
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