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El Mundo - Spanien | Montag, 5. Februar 2007

Orhan Pamuk auf dem Weg ins Exil?

Der spanische Schriftsteller Juan Bonilla schreibt über den türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk, der vergangene Woche aus Sicherheitsgründen eine Reise nach Deutschland absagte und anschließend in die USA geflogen ist. "Orhan Pamuk hat eines der schönsten Bücher geschrieben, das je einer Stadt gewidmet wurde [Istanbul] und muss diese Stadt nun verlassen. Er muss seine Koffer packen - wegen ständiger Drohungen, wegen des Mordes am Journalisten Hrant Dink, der Pamuk als Warnung galt, er könne das nächste Opfer sein, wegen der vom fundamentalistischen Nationalismus vergifteten Atmosphäre... Glücklicherweise kann Pamuk fliehen. Gewiss ist es bedauerlich, von dem Ort, zu dem man gehört, vertrieben zu werden, von dem Ort, den niemand auf diese Art literarisch aufleben lassen konnte. Aber es ist besser von zu Hause wegzugehen, als tatenlos zuzusehen, wie sein Haus zum Grab wird. Die extremen türkischen Nationalisten feiern das Exil Pamuks als großen Sieg und lesen weiter die furchtbare Literatur, die es ihnen erlaubt, ihre widerlichen Ideen am Leben zu halten..."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 5. Februar 2007

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