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Foreign Policy Edición Española - Spanien | Freitag, 9. Februar 2007

José Ignacio Torreblanca über Europas Konstruktionsfehler

Vor dem 50. Jahrestag der Römischen Verträge fragt der spanische Politologe José Ignacio Torreblanca, ob die Entwicklung Europas heute nach dem gleichen Muster verlaufen würde wie damals. "Wenn wir noch einmal bei Null anfangen könnten, würden wir zuerst die Ziele Europas definieren und nicht seine Mittel. Das heißt, wir würden uns zunächst fragen, was wir machen wollen (die politischen Entscheidungen), danach wie das umgesetzt werden soll (die Institutionen) und schließlich wie das finanziert werden soll (die Steuern). Man würde also zunächst die Prioritäten und Ziele identifizieren. Diese würden dann in der Öffentlichkeit und in den nationalen Parlamenten diskutiert, die man danach beauftragen würde, einen kurzen, eindeutigen und verständlichen Text zu verfassen, der die Kompetenzen der Union, ihre institutionellen Spielregeln und ihre finanziellen Ressourcen auflistet. Man hätte damit die aktuelle Falle umgangen: Wir wissen, was wir wollen, aber wir können es nicht umsetzen, weil uns die entsprechenden Institutionen und ausreichende Finanzen fehlen. Würden wir Europa heute wieder aufbauen? Ja, aber andersherum."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. Februar 2007

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