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Postimees - Estland | Mittwoch, 28. Februar 2007

Amnesty kritisiert Estland

Amnesty International hat einen Brief an den estnischen Premier Andrus Ansip geschrieben, in dem ein zu strenges Vorgehen der Sprachinspektion gegen die russische Minderheit in Estland beklagt wird. Die Argumente von Amnesty sind schwach, findet Erkki Bahovski. "Das Beispiel von dem Taxifahrer, der kein Estnisch kann, ist gelinde gesagt seltsam. Soll ich denn im Taxi gezwungen sein, Russisch zu sprechen? Und gäbe es in Estland eine muslimische Gemeinde, würde Amnesty dann die Estinnen auffordern, den Schleier zu tragen? Es ist ja nicht so, dass in Estland alles in bester Ordnung wäre und dass Estland alles Erdenkliche für seine russischen Mitbürger getan hätte. Sprachunterricht ist nach wie vor sehr teuer und die Annahme der Staatsbürgerschaft zu bürokratisch. Aber Moskau kann in dem Zusammenhang gerne daran erinnert werden, dass Amnesty auch die Aufmerksamkeit auf das Vorgehen in Tschetschenien lenkt. Dort liegen die Probleme, nicht in Estland."

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