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Népszabadság - Ungarn | Dienstag, 6. März 2007

Migrationsland Ungarn?

In Ungarn sorgte kürzlich ein öffentlich gewordenes internes Regierungspapier zur Migrationspolitik für Aufregung. Politiker der rechtskonservativen Opposition warnten daraufhin, "eine Million Asiaten" wollten nach Ungarn einwandern. Der Soziologe Attila Melegh kommentiert: "Derzeit leben mehrere hunderttausend Ausländer legal in Ungarn, meist Mitglieder der ungarischen Minderheit aus den Nachbarländern, aber auch Menschen anderer Herkunft. Doch wenn man die Migrationsbewegungen betrachtet, stellt man fest, dass Ungarn zu den europäischen Ländern mit der niedrigsten Migrationsquote gehört. Ungarn ist kein begehrtes Ziel für Migranten, obwohl es in der EU ist. Verschiedene Faktoren erschweren die Einwanderung: der Arbeitsmarkt, unsichere Arbeitsplätze und die Sprache. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Bevor wir also – egal ob liberal oder national eingestellt – über künftige Migranten reden, sollten wir das Geschehen beobachten und fragen, was wir für das Wohl der ungarischen und ausländischen Mitbürger in unserem Land tun können."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 6. März 2007

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