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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 6. März 2007

Die innenpolitische Krise Spaniens

"Ein eisiger Hauch der Polarisierung durchzieht die spanische Politik", schreibt Spanien-Korrespondent Leo Wieland und erklärt: "Die politische Erosion kommt nun zu einem Zeitpunkt, da es dem spanischen 'Wirtschaftswunderland' so gut geht wie niemals zuvor. Die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt, die sich mit Budgetüberschüssen sogar noch den opulenten Ausbau des Sozialstaats leisten kann, ist international engagiert und unterhält Friedenstruppen vom Balkan bis Afghanistan. Im Inneren zerreiben sich aber die ebenso ehrgeizige wie schwache, weil von grünen, kommunistischen und regionalen Kräften abhängige Minderheitsregierung und eine isolierte Opposition. Erkennbare Vorteile haben einstweilen nur die Separatisten in immer neuen politischen und finanziellen Zugeständnissen und die wieder mit atemberaubender Dreistigkeit öffentlich handelnden Eta-Sympathisanten. Ohne eine Wiedergewinnung des alten Minimums an Übereinstimmung dort, wo es darauf ankommt, gerät Spanien in die Gefahr, auf dem Höhepunkt seines Wohlstands innen schließlich aus den Fugen zu gehen."

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