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ABC - Spanien | Donnerstag, 8. März 2007

Spanien vergisst Europa

Valentí Puig bedauert, dass Spanien sich von Europa abwendet, weil es sich vor allem mit seinen eigenen Problemen, zum Beispiel dem baskischen Separatismus, befasst. "Selbst die leicht folkloristisch angehauchte Europabegeisterung der letzten Jahre verschwindet angesichts der terroristischen Bedrohung. Dabei müsste man gerade jetzt diskutieren, welchen Platz Spanien in der EU einnehmen soll und welche Rolle es spielen kann... Es ist zweifellos ungesund und kontraproduktiv, wenn sich Spanien bei der Diskussion dieser Themen heraushält... Die Politiker sind so mit den innenpolitischen Ereignissen überlastet, dass sie sich in Europa kaum zeigen und die EU-Routine den Europaparlamentariern überlassen. Gleichzeitig haben Intellektuelle und Kulturschaffende, abgesehen von Europaspezialisten, keine Ahnung von Europa. Man kann sogar Stimmen von Spaniern hören, die Europaskeptizismus mit Desinteresse an der EU verwechseln. Dabei müsste man den technokratischen Regierungen der 50er und 60er Jahre eigentlich danken, dass sie es geschafft haben, den Weg für ein gemeinsames Europa zu bereiten."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 8. März 2007

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