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Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Freitag, 16. März 2007

Probleme des österreichischen Deutsch in Europa

Paul Jandl sorgt sich um das Überleben des österreichischen Deutsch in Europa. "Plurizentrisch ist die Welt Europas, plurizentrisch aber ist auch die deutsche Sprache. In ihr ist das österreichische Hochdeutsch, so wie das schweizerische, keine Randerscheinung. Sagen die Sprachwissenschafter. Aber sage das einmal einer den Europäern. Allmählich erst hat Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zu seiner Sprache gefunden." In EU-Gremien kann das österreichische Deutsch durchaus für Verwirrung sorgen, beschreibt Jandl: "Große Unruhe gab es bei einem EU-Plenum, in dem ein österreichischer Beamter davon sprach, dass in seiner Heimat illegale Grenzgänger 'betreten' worden seien. Die Folge war ein halbstündiger Tumult, weil allgemein befürchtet wurde, dass in Österreich die Menschenrechte buchstäblich mit Füßen getreten würden. Die Sache ließ sich aufklären: Wird jemand 'betreten', so ist er ertappt."

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