Diário de Notícias - Portugal | Montag, 19. März 2007
Auswanderungsland Portugal
Am 15. März hat die spanische Polizei 71 Portugiesen befreit, die in der nordspanischen Provinz Navarra wie Sklaven gehalten wurden. Joana Amaral Dias schreibt dazu: "Der Staat hilft den fünf Millionen portugiesischen Auswanderern wenig. Wenn er sich nun überrascht gibt von dem, was in Navarra passiert ist, ist das zynisch. Man weiß seit langem, dass tausende von portugiesischen Arbeitskräften im Ausland drangsaliert werden... Man muss sich aber auch der Tatsache bewusst sein, dass diese Dinge auch hier passieren - mit ausländischen Mitbürgern. Portugal empört sich, wenn es sich um Landsleute handelt, und protestiert nicht, wenn es um die Ausbeutung afrikanischer Einwanderer oder Migranten aus dem Osten geht. Das Land ist zunehmend überzeugt, dass es nicht mehr Auswanderungs-, sondern Einwanderungsland ist. Portugal steckt den Kopf in den Sand: Es bestreitet, dass es Einwanderer ausbeutet und dass es im Ausland portugiesische Auswanderer gibt. Mit dem Ergebnis, dass so etwas wie in Navarra passiert."
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