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Delo - Slowenien | Dienstag, 20. März 2007

Eine europäische Geschichtsschreibung?

Die Vorsitzende der slowenischen Geschichtslehrervereinigung, Andreja Valic Zupan, greift die Idee eines gemeinsamen europäischen Geschichtsbuchs auf und merkt kritisch an: "Früher hatte die Geschichtsschreibung in den Lehrbüchern oft die Funktion, nationalistische Emotionen zu verbreiten oder das Gefühl rassischer, religiöser oder kultureller Überlegenheit zu verstärken, gar zu Hass und Gewalt zu ermuntern. Heute bedient sich die Geschichtsschreibung eines streng wissenschaftlichen Apparats. Doch historische Ereignisse sind keine objektiven Erscheinungen. Jede neue Generation erfasst sie durch das Prisma ihrer eigenen Kultur, ihrer Werte und ihres Verständnisses immer wieder neu. In den meisten europäischen Bildungssystemen allerdings spielt Geschichte längst keine Schlüsselrolle mehr bei der Schaffung einer neuen Gesellschaft."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 21. März 2007

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