Revista 22 - Rumänien | Mittwoch, 11. April 2007
Die Balkanisierung Brüssels
Ende März wurde bekannt, dass Beamte der EU-Behörden in Brüssel in einen Korruptionsfall von internationalen Dimensionen verwickelt sein sollen. Für Victor Iulian Tuca zeugt dies von einer Balkanisierung Europas, während das neue EU-Mitglied Rumänien gerade darum bemüht ist, europäisch zu werden. "In den Staaten des 'alten' Europas geht die Toleranz für Korruption gegen Null. Aus diesem Grund hatten viele Staaten Vorbehalte gegen den Beitritt Rumäniens und Bulgariens zum 1. Januar 2007. Mehrere europäische Hauptstädte wünschten eine Verschiebung des Beitritts auf 2008, als Druckmittel für den Fall, dass die Justizreform ins Stocken oder der Rechtsstaat ins Schleudern gerät. Der Skandal in Brüssel wird auch in Rumänien Konsequenzen haben. In Bukarest wird man jetzt sagen, … 'auch in Europa existiert Korruption' oder 'sie haben Korruption im selben Ausmaß wie wir'. Und das unabhängig davon, dass man in anderen europäischen Ländern im Gegensatz zu Rumänien für solche Vergehen auch bestraft wird."
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